Imagining Europe

(Bayerischer Forschungsverbund FORAREA, 2000–2003)

Projektbeschreibung

Seit dem 19. Jh. orientierten sich die neuen Eliten in Südosteuropa an Europa, um in ihren Ländern eine kulturelle Identität als europäische Nationen zu schaffen. Die Öffentlichkeit in den Ländern der EU hingegen nimmt die südosteuropäischen Länder auch in kultureller Hinsicht noch heute als different zu Europa wahr. Das Projekt will die in Südosteuropa seit dem 19. Jh. konstruierten und verbreiteten 'Europa'-Bilder in einer Umkehrung der Perspektive der Forschergruppe als 'Inszenierungen von Fremdheit' auffassen und beschreiben. Die übersetzten 'Europa'-Vorstellungen, die im Theater und in der städtischen Kultur präsentiert wurden, stellten für ein breites Publikum beobachtbare Handlungen von Akteuren im öffentlichen Raum dar. Sie zeigten 'Europa' in visualisierter Form, als sinnlich-materialisierte Darbietungen. Die Analyse der Konstituierung von Europabildern aus Elementen der europäischen Kultur an der Peripherie Europas und deren mediale Vermittlung in der städtischen Kultur soll zeigen, wie solche handlungsleitenden Bilder die südosteuropäische Kultur als Realität verwandelten.

Stichwörter

Fremdheit, Theater, Stadtkultur, Bulgarien, Europäisierung, 19. Jahrhundert

Förderung

Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bonn

Art der Forschung

DFG-Forschergruppe

Zeitraum: 2000–2003

Kooperation

Bulgarische Akademie der Wissenschaften, Sofia

Leitung: Prof. Klaus Roth

Mitarbeiter: Dr. Gabriele Wolf

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