Forschungskolloquium im WiSe 2009/10

Dienstags 18.00 c.t., 14-tägig, Hörsaal E 07, Schellingstraße 3

Studying down, up or through? Volkskundliche Methoden und Zugänge unter Veränderungsdruck

Nicht nur gesellschaftliche Entwicklungen sondern auch innerdisziplinäre Neupositionierungen des Faches im Kontext sich verändernder disziplinärer „Aufgabengebiete“ und „Zuständigkeiten“ bewirken eine Veränderung der volkskundlichen Methoden. Klassische Zugänge wie die Feldforschung werden angesichts fortschreitender Globalisierungsprozesse rejustiert - Stichwort: „Moving targets. Neue Felder wie die Internetforschung oder Science- and Technology-Studien erfodern neue methodische Ansätze. Doch nicht nur das „Handwerkszeug“ will den Gegenständen gemäß überholt und angepasst werden, auch die reflexive Verwissenschaftlichung der Gesellschaft fordert unser Fach zu neuen Reflektionen seiner „weichen“ Methoden und der eigenen Positionierung als Wissenschaftler heraus.

  • 27.10.09 SABINE HESS/MARIA SCHWERTL (Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie, München): Der feine Unterschied – Zur volkskundlichen Methodik und ihren Herausforderungen
  • 10.11.09 GISELA WELZ (Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, Frankfurt): „....auch nicht mehr das, was es mal war!“ Feldforschung im 21. Jahrhundert
  • 24.11.09 ZUZANNA PAPIERZ (Institut für Kunst und Materielle Kultur, Dortmund): Der weiße Kittel in der Wissenschaft. Eine dinganalytische Annäherung
  • 08.12.09 SABINE EGGMANN (Seminar für Kulturwissenschaft/Europäische Ethnologie, Basel): Diskursanalyse: Potentiale für die Kulturwissenschaft(en)
  • 22.12.09 MICHAELA FENSKE (Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, Göttingen): Im Feld? Über historische Ethnographie
  • 12.01.10 MICHI KNECHT (Institut für Europäische Ethnologie, Berlin): Nach Writing Culture, mit Actor-Network: Ethnographische Praxis im Feld der Wissenschafts- und Technikanthropologie
  • 26.01.10 JOHANNES MOSER/SIMONE EGGER (Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie, München): Stadtansichten. Methoden einer urbanen Anthropologie
  • 09.02.10 JUDITH LAISTER (Institut für Stadt- und Baugeschichte, Graz): Treffpunkt: Bellevue - Methodische Kontaktzonen - zwischen Kunst, Architektur und Ethnologie