Zengqihan
Zengqihan studiert im Master Germanistische Literaturwissenschaft und kann sich vorstellen, die Inhalte aus dem Programm für die Arbeit in Personalabteilungen zu nutzen.
Ich studiere im Master Germanistische Literaturwissenschaft. Im Bachelor habe ich Auslandsgermanistik studiert. Dazu zählt zum Beispiel Literatur, Linguistik, oder auch Interkulturelle Kommunikation. Dadurch hat sich bei mir bereits ein Interesse für diese Richtung entwickelt. Eine Kommilitonin hat mir dann vom ICCP erzählt, das sie selbst schon absolviert hatte.
Ich studiere ja im Bereich Geisteswissenschaften. Da gibt es viele Berufswege. Ich möchte gerne Verschiedenes ausprobieren, aber zum Beispiel kann ich mir vorstellen, im Bereich Human Ressources zu arbeiten. Da können mir diese Kompetenzen auf jeden Fall helfen.
Zum Beispiel die Theorien über High Context- und Low Context-Kulturen finde ich sehr interessant. Theorien decken zwar nicht immer alle Aspekte ab, aber sie geben uns eine Orientierung, wie wir mit verschiedenen Kulturen besser kommunizieren können, und das ist sehr wichtig. Ein anderes Thema ist der Umgang mit Ausländern. Ich bin selbst als Ausländer in Deutschland. Wie ich mich in Deutschland besser integrieren kann und wie man Ausländern ein gutes Leben ermöglichen kann, ist allgemein für die Gesellschaft und natürlich auch für mich persönlich relevant.
Ich überlege momentan ganz konkret, ob ich den Master IkK noch als Zweitstudium anhänge. Vielleicht kann ich mir ja ein paar ECTS anrechnen lassen. Der Master interessiert mich schon sehr!
Teresa
Als Philosophiestudentin nutzt Teresa das ICCP als empirische Ergänzung ihres Studiums.
Ich studiere im Bachelor Philosophie mit Nebenfach SLK („Sprache, Literatur, Kultur“). Die Bachelorarbeit habe ich schon geschrieben und jetzt nehme ich mir Zeit, noch zusätzliche Kurse zu belegen. Außerdem ist Philosophie recht abstrakt, weswegen ich gerne noch etwas auf Empirie Basierendes machen wollte. Deswegen habe ich mich auf der LMU-Website über Zusatzkurse informiert und bin auf das ICCP gestoßen. Das hat mich angesprochen, weil ich glaube, dass Interkulturelle Kommunikation in allen Lebenslagen und Lebensbereichen wichtig ist. Außerdem haben viele Teilbereiche der IkK Schnittstellen mit Philosophie.
Ich glaube, dass ich der gesellschaftlichen Debatte dadurch besser folgen kann, zum Beispiel wenn es um Postkolonialismus, Rassismus oder Intersektionalität geht. Außerdem hoffe ich, dass ich die erworbenen Kompetenzen aus dem Programm in meinem Beruf später anwenden und mit interkulturellen Situationen kompetenter umgehen kann. Ich glaube auch, dass man das, egal in welchem Beruf, gut gebrauchen kann.
Die Diskussionen über Rassismus sind mir sehr stark in Erinnerung geblieben. Das ist ein Thema, für das ich mich schon immer interessiert habe, aber bisher hatte ich nie so wirklich eine theoretische Grundlage. Damit in Zusammenhang haben wir einen Text gelesen, in dem der Autor meinte, dass er sich selbst nicht „nicht rassistisch“ nennt, sondern nur „weniger rassistisch“, weil man sich als weiße Person nicht vollständig von Rassismus lösen könne und das war für mich schon sehr eindrücklich. Ich habe auch das Gefühl, dass Rassismus in der gesellschaftlichen Debatte noch unterrepräsentiert ist. Es ist aber ein Thema, das deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient und verdienen muss.
Ich finde die Themen der IkK wichtig und bereichernd. Gleichzeitig komme ich aus der Philosophie und merke, dass ich lieber theoretisch-analytisch arbeite und weniger empirisch. Deswegen hat das ICCP als Ergänzung und zusätzliche Allgemeinbildung anstatt eines ganzen Studiums aber auch besonders gut gepasst.
Taisiia
Taisiia beschäftigt sich mit dem Interkulturellen in der Musik, der Musikerin und der Musikpädagogik.
Ich studiere im Master Musikpädagogik. Das mache ich berufsbegleitend. Meinen vorherigen Abschluss habe ich als Pianistin an der Musikhochschule erworben und eine Weile freiberuflich gearbeitet. Während Corona hat sich dann mein Wunsch entwickelt, auch Musikpädagogik zu studieren und über meine Studienkoordinatorin habe ich vom ICCP erfahren. Ich bin keine Deutsche, sondern komme aus der Ukraine. Ich habe also zum einen selbst einen anderen kulturellen Hintergrund und außerdem war meine Mutter Französischlehrerin an einer Militärschule und hat dort interkulturelle Studien zur Militärkultur in verschiedenen Ländern durchgeführt. Daher habe ich schon einen Bezug zum Forschungsfeld der Interkulturellen Kommunikation. Ich interessiere mich für die gleiche Richtung, nur im Musikunterricht, denn ich gebe auch selbst Unterricht. Deswegen war das ICCP ein sinnvolles Begleitprogramm.
Zwei Drittel meiner Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund und ich selbst ja auch. Ich möchte das durch das ICCP erworbene Wissen in meinen eigenen Musik- und Instrumentalunterricht einbringen und vielleicht interkulturelle Trainings für diesen Berufsbereich entwickeln.
Die Inhalte des ICCP haben vor allem mein Selbstverständnis beeinflusst. Ich habe etwas besser verstanden, wer ich bin. Normalerweise hat man nicht so viel Zeit, darüber zu reflektieren, aber die Seminare des ICCP bieten Platz dafür. Das hat mir geholfen, zum Beispiel die Hintergründe meiner Handlungen besser zu verstehen. Ich merke den Mehrwert auch jetzt schon in der Arbeit mit meinen Schülerinnen und Schülern.
Ich finde den Master Interkulturelle Kommunikation und seine Inhalte sehr interessant. Leider steht mir da aber der Zeitaspekt im Wege. Ich studiere ja schon einen Master und arbeite außerdem in Vollzeit. Aber umso besser, dass es dann für solche Fälle das ICCP gibt.
Dr. Gregor Sterzenbach
Einblicke aus der Programmleitung und der Dozentenperspektive
Das ICCP wurde von Prof. Ivett Guntersdorfer ins Leben gerufen, später lange betreut von Dr. Kari van Dijk und im Wintersemester 2022/23 von mir übernommen. Die Idee war und ist es, ein Zusatzprogramm für Masterstudierende anzubieten, die fachlich aus einem anderen Bereich als dem der Interkulturellen Kommunikation kommen. Auch Studierende oder Absolventen anderer Fachrichtungen gehen ins Ausland oder haben mit Internationalität zu tun. Insofern ist es sinnvoll, ein Programm anzubieten, das Interessierten die Möglichkeit gibt, ihre Kompetenzen dahingehend zu schärfen.
Das ICCP bietet im Vergleich zum Master Interkulturelle Kommunikation eine abgespeckte Version für die, die nicht die Ressourcen haben, ein zusätzliches Studium zu absolvieren, sich aber trotzdem auf diesem Feld weiterbilden möchten.
Der Master bildet dagegen eine deutlich umfangreichere Vertiefung. Es werden
mehr Themen abgedeckt, die intensiv theoretisch und empirisch behandelt werden. Hier lernt man fundiert inhaltliche und methodische Werkzeuge und wissenschaftliches Know-how, um in interkulturellen Arbeitswelten tätig zu werden und diese planerisch und exekutiv zu gestalten. Beispielsweise besteht hier die Möglichkeit, neben der wissenschaftlichen Ausbildung didaktische Trainingskompetenzen zu erwerben, um Trainings bzw. Coachings im Bereich der Interkulturellen Kommunikation durchzuführen oder künstlerisch-mediale Projektarbeit in diesem Bereich kennenzulernen.
Bei Arbeitgebern ist es gern gesehen, wenn man Fähigkeiten im Bereich der Interkulturellen Kommunikation hat. Das sieht man allein an den vielen Ausschreibungen, die Offenheit für internationales Arbeiten und interkulturelle Kompetenz fordern. Natürlich spielen vor allem Arbeitserfahrungen, zum Beispiel in Form von Praktika, eine große Rolle bei der Attraktivität eines Arbeitsanwärters. Diese Erfahrungen in Kombination mit Zusatzkompetenzen wie denen, die man durch das ICCP erwirbt, halte ich für eine starke und erfolgsversprechende Kombination