In der Bibliothek sind so gut wie alle Monographien und Sammelbände zur Arabischen Papyrologie (also zu vorhandenen arabischen Original dokumenten) vorhanden sowie umfangreiche Bestände zu modernen arabischen Massenmedien und zur Didaktik des Arabischen (zahlreiche Lehrbücher und Hilfsmittel).
Neben den für das Studium unentbehrlichen Einführungs- und Nachschlagewerken, Fachenzyklopädien und Wörterbüchern, hat die judaistische Sammlung drei Schwerpunkte: rabbinische Literatur, Judentum im Nahen Osten und hebräische Buchkunde. Auch der verwandte Bereich der Samaritanistik wird abgedeckt.
Die Bestände der rabbinischen Literatur umfassen fast vollständig die grundlegenden Textkorpora, wie etwa die kritischen Ausgaben der Mischna, der Tosefta, der Midraschim, der Piyyutim, der Targumim, und beider Talmude.
Komplementiert werden diese mit der relevanten Sekundärliteratur. Verschiedene Gattungen (auf Hebräisch und Judäo-Arabisch) bilden mit Studien und Textausgaben den Kern der Sammlung zum Judentum im Nahen Osten:
Bibelauslegung und -übersetzungen, sprachwissenschaftliche Werke (Glossare, Wörterbücher, und Grammatiken), Philosophie und Dichtung. Ein weiterer Schwerpunkt stellt die vormoderne jüdische Geschichte Nordafrikas dar. Das jüdische Buchwesen ist mit dem wichtigsten Handwerkszeug (Handschriftenkatalogen, hebräische Paläographie und Kodikologie, Geniza-Studien) ein weiterer sich stetig erweiternder Teil der judaistischen Bestände.
Islamische Themen spielen auch bei den Beständen der Fachbereiche Turkologie und Iranistik eine Rolle; im Vordergrund stehen aber neu-iranistische und vor allem turkologische Fachliteratur. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Werken zur Geschichte besonders des Osmanischen Reiches, daneben sind aber auch Literaturwissenschaft, Landeskunde und Sprachwissenschaft vertreten. Kleinere Bestände betreffen Zentralasien und Südosteuropa. Neuerdings konnte mit dem Ankauf neuarmenischer Titel begonnen und der Bestand an Werken zur islamischen Kunstgeschichte erheblich erweitert werden.
Besonders interessant sind die nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem antiquarisch und aus den Nachlässen der Orientalisten Emil Jacob und Theodor Menzel erworbenen osmanischen Drucke (Bücher und Periodika), die umfangreiche, durch einen eigenen, gedruckten Katalog erschlossene Sonderdrucksammlung des Institutsgründers Franz Babinger, die auch einen erheblichen Teil der in nicht-osmanistischen Fachzeitschriften veröffentlichten osmanistischen Aufsätze bis in die sechziger Jahre enthält, eine Sammlung von Mikrofilmen verschiedener osmanischer Handschriften sowie schließlich eine Sammlung den Nahen Osten betreffender Karten des 20. Jahrhunderts, die durch einen eigenen Zettelkatalog erschlossen ist.
Übersicht
Montag - Freitag 10-17 Uhr
Die neueren Bücher sowie ein Großteil der älteren Bücher sind im Online-Katalog der Universitätsbibliothek der LMU München nachgewiesen:
https://opac.ub.uni-muenchen.de/
Ein Teil der älteren Bücher, Zeitschriften und Landkarten ist durch Kartenkataloge erschlossen und wird laufend in den Online-Katalog der Universitätsbibliothek der LMU München retrokatalogisiert.
Standortnummern:
1207 (Standortnummer für den Fachbereich Arabistik und Judaistik)
1213 (Standortnummer für den Fachbereich Turkologie und Iranistik)
Ludwig-Maximilians-Universität
Institut für den Nahen und Mittleren Osten
Bibliothek
Veterinärstr. 1, Zi. 215
D-80539 München
Dr. Khorso Kiyanrad
Bibliothekar
E-Mail: kiyanrad.ho@lmu.de
Das Institut für den Nahen und Mittleren Osten sucht regelmäßig Aufsichten für die Bibliothek.
- Die Aufsicht unterstützt bei der Büchersuche und übernimmt eventuelle Scan- und Recherchearbeiten.
- Die Bibliothek ist Montag bis Freitag von 10 - 17 Uhr geöffnet.
- Eine Aufsicht übernimmt am Tag in der Regel eine Schicht von ca. 2 bis 3 Stunden.
- Wenn Sie Aufsicht übernehmen wollen, dann schreiben Sie bitte eine E- Mail (Matrikelnummer, Angabe von Haupt- und Nebenfach sowie Fachsemester) an folgende Adresse: ipek.kul@lmu.de
Eine Voraussetzung für eine Tätigkeit als Aufsicht ist die Immatrikulation.