Jakob Philipp Fallmerayer, Die Tagebücher (1831–1861)
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Jakob Philipp Fallmerayer (1790–1861) gehört zu den bekanntesten deutschen Historikern und Publizisten in der ersten Hälfte des 19. Jh. Seine bislang unpublizierten Tagebücher umfassen den Zeitraum zwischen 1831 und 1861 und haben einen Gesamtumfang von etwa 4000 Seiten. Besonders herausragend ist die ausführliche Darstellung der drei großen Orientreisen (1831–1834: Ägypten, Palästina, Konstantinopel; 1840–1842: Konstantinopel, Trapezunt, Athos, Thessalien, Athen; 1847–1848: Konstantinopel und Palästina), doch bieten auch spätere Berichte zu Reisen in Mitteleuropa interessante kulturhistorische, sozialgeschichtlich und politische Einblicke (Südfrankreich, Italien, Südtirol, Deutschland, Schweiz). Auf die dritte Orientreise folgte 1848 der Ruf zur Teilnahme am Frankfurter Parlament und am Stuttgarter Rumpfparlament, was Fallmerayers Flucht in die Schweiz zur Folge hatte. Seit 1844 enthalten die Tagebücher Eintragungen über die Besuche bei Kronprinz Maximilian Joseph (dem späteren König Maximilian II. Joseph von Bayern, reg. 1848–1864), dessen privater Berater in Ost- und Orientfragen Fallmerayer geworden war. Darüber hinaus entfalten die Tagebücher ein kontinuierliches Bild des geistigen und materiellen Lebens in München. Das Projekt beinhaltet die Kollation des Originaltextes der Tagebücher auf Grundlage einer ersten Transkription (Gabriela Schroffenegger, 1979–1985) sowie eine Primärerschließung des Textes anhand von Personen- und Ortsnamen sowie ausgewählter Sachbegriffe.