Herbert Lutz wollte Archäologe werden und hatte auch schon begonnen, eine eigene kleine Sammlung von Antiken anzulegen. Aus seinem Besitz stammt die Lekythos, die den Grundstock für die Stiftung Herbert Lutz in den Staatlichen Antikensammlungen bildet. Mit dem kleinen Vermögen des Jungen wurden weitere antike Stücke hinzugekauft, so daß die Sammlung in einer eigenen Vitrine unter seinem Namen präsentiert werden konnte.
Heute stellt die für das Archäologische Institut eingerichtete Stiftung einen kaum zu überschätzenden Beitrag vor allem zur Ausstattung der Bibliothek dar. Im Testament war bestimmt worden, dass die Erträgnisse aus der Stiftung zur Förderung der Lehre am Seminar für Klassische Archäologie zu verwenden seien. Dabei soll die allgemeine der individuellen Förderung vorangehen. Neben Bibliothek und Fotosammlung werden die Gelder auch zur Teilfinanzierung des Kolloquiums verwendet, eine Einrichtung, die es erlaubt, während des Semesters wöchentlich Gastvorträge mit Diskussion in- und ausländischer Kollegen zu veranstalten. Das Kolloquium stellt eine Bereicherung des Studienangebots dar. Unseren Dank an die Stifter drücken wir aus, indem wir jährlich die Herbert Lutz Gedächtnis Vorlesung veranstalten, zu der namhafte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen eingeladen werden.
Weiterführende Links
Zur Stiftung ist folgende Institutspublikation erschienen:
Eine Stiftung - eine archäologische Sammlung - ein deutsches Schicksal. Der Publizist Hermann Lutz und die Herbert-Lutz-Gedächtnis-Stiftungen in München.
Mit Beiträgen von Wulf Raeck, Simone Wolf, Tatjana Catsch und einem Vorwort von Paul Zanker. (1996) ISBN 3-922480-11-X (€ 12,00 zuzügl. € 1,50 Versandkostenanteil) direkt zu beziehen über unsere
Teamassistentin.
2026
Prof. Dr. Francesco de Angelis (New York)
Triumphbögen Italiens in Afrika. Antikenrezeption und Modernismus im kolonialen Kontext
2025
Prof. Dr. Barbara Borg. (Pisa)
Rom, Via Appia: eine archäologische Suche nach den ethnisch- religiösen Minderheiten der kaiserzeitlichen Stadt.
2024
Prof. Dr. Ortwin Dally (Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Rom)
Das Kapitol - Neue Grabungen und Forschungen im Herzen Roms zwischen Antike und Moderne
2023
Dr. Gabriel Zuchtriegel (Arch. Park Pompeji)
Heidegger vs. die Archäologie - Wer erklärt den dorischen Tempel?
2019
Prof. Dr. Franziska Lang (TU Darmstadt)
Olympia multidimensional - das Heiligtum und sein räumlicher Kontext
2018
Prof. Dr. Dirce Marzoli (DAI Madrid)
Phönizier und Einheimische im Süden der Iberischen Halbinsel. Gemeinsame Unternehmungen zu Land und zu Meer
2017
Prof. Dr. Sabine Ladstätter (ÖAI)
Ephesos in der Zeit der Soldatenkaiser
2016
Prof. Dr. Henner von Hesberg (Berlin)
Architekturmodelle aus Selinunt - Rekonstruktion und Funktion
2015
Prof. Dr. Aliki Moustaka (Aristoteles Universität Thessaloniki)
Schlüssel zur Gottheit: ein neu entdecktes Heiligtum am Fuße des Kronoshügels in Olympia
2014
Prof. Dr. Marianne Bergmann (Universität Göttingen)
Die hellenistischen Skulpturen am Zugang zum Sarapisheiligtum von Memphis/Ägypten
2013
Prof. Dr.-Ing Manolis Korres (Nationale Technische Universität Athen)
Die Stoa des Eumenes und das Odeion des Herodes Atticus im urbanen Kontext von Athen
2012
Prof. Dr. Mariette de Vos Raaijmakers (Università degli Studi di Trento)
Landschaft und Stadt im antiken Nordafrika
2011
Prof. Dr. Salvatore Settis (Scuola Normale Superiora die Pisa)
Antike Bildentwürfe und ihre Wirkung auf große Meister der Renaissance
2010
Prof. Dr. Anthony Snodgrass
Archäologie versus archaeology? Zwei Traditionen auf dem Prüfstand