Die römischen Militäranlagen von Elateia in Mittelgriechenland und die römische Siedlungslandschaft im Kefissostal

Archäologien bei einer Ausgrabung, im Hintergrund bergige Landschaft.

© Salvatore Ortisi

Aufgrund der verkehrsstrategischen Bedeutung des Kephissostals als natürlicher Verbindungsweg zwischen dem Golf von Korinth und den Thermopylen und damit der Ägäis spielte die Region bis in byzantinische Zeit auch in militärischer Hinsicht immer wieder eine wichtige Rolle. Im Jahre 198 v. Chr. gelang es dem Konsul Titus Quintus Flamininus im Krieg gegen Philipp V Elateia nach einer längeren Belagerung zu erobern. Die makedonische Besatzung, die sich zunächst auf der Akropolis der Stadt verschanzt hatte, konnte nach Verhandlungen abziehen. Die römische Armee übernahm die Stadt, die für die nächsten zwei Jahre das Hauptquartier des römischen Feldherrn bildete. Die vor allem von Titus Livius (32, 24, 1-7) überlieferten Ereignisse des zweiten makedonischen Krieges sind archäologisch bisher kaum zu fassen.

Die zumindest temporär als römisches Lager genutzte Akropolis von Elateia und die erheblichen Reste eines Belagerungsrings bisher noch unbestimmter Zeitstellung konnten zwischen 2019 und 2022 in einem Kooperationsprojekt mit der Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts und der Ephorie Phthiotida-Evrytania untersucht werden.

Seit 2024 steht die ländliche Besiedlung des Kefissostals im Mittelpunkt der Forschungskooperation. 2025 sollen die späthellenistischen und kaiserzeitlichen Fundstellen durch gezielte Oberflächensurveys überprüft und verifiziert werden.

Kooperationspartner

Archäologen graben Ruinen einer römischen Militäranlage in Griechenland aus.

© Salvatore Ortisi

Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts (Professorin Dr. Katja Sporn, Projektleitung)

Ephorie Phthiotida-Evrytania (Dr. Petros Kounuoklas)