Beprobung von Goldartefakten des späten Bronze-/frühen Eisenzeit aus dem Karpatenbecken und angrenzenden Regionen

ProjektleitungProf. Dr. Carola Metzner-Nebelsick
KooperationspartnerCurt-Engelhorn-Centrum für Archäometrie Mannheim (Prof. Dr. Ernst Pernicka); Prähistorische Abteilung des Naturhistorischen Museum in Wien (Hofrat Dr. Anton Kern) sowie der Museums Stiftung Schloß Gottorf in Schleswig (Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim)
FördergeberGefördert aus dem Programm LMU-exzellent Bonusmittel für Frauen
Goldschmuck
Perlen aus den Horten 1 und 2 (1897) von Mikhal’kiv, obl. Ivano-Frankivsk, Ukraine. Ausstellung in der Goldkammer des Naturhistorischen Museums Wien

(Foto: Metzner-Nebelsick) | © Carola Metzner-Nebelsick

In Wien und Schleswig aufbewahrte Goldartefakte der späten Bronze- bzw. frühen Eisenzeit aus dem Karpatenraum wurden im Curt-Engelhorn-Centrum für Archäometrie Mannheim, u.a. durch Laserablation untersucht. Ziel war die Ermittlung der spezifischen chemischen Zu-sammensetzung der untersuchten Artefakte, die Rückschlüsse auf eine zu vermutende gemeinsame Herstellung sowie potentielle Goldlagerstätten, aus denen das Gold zur Herstellung der Artefakte gewonnen wurde, erlauben sollten. Als Ergebnis wurde erhofft, eine Zuschreibung von Artefakten ungesicherter Provenienz zu bekannten Fundkomplexen zu verifizieren oder falsifizieren. Ein entsprechender Nachweis konnte erbracht werden.

Zudem fließen die Ergebnisse in ein derzeit noch laufendes Grundlagenforschungsprojekt über Goldlagerstätten in Europa bzw. deren spezifische chemische Eigenart ein.

Publikation:

Schwarzweißbild einer Perle
goldene Flügelperle aus Hort 1 (1878) von Mikhal‘kiv, obl. Ivano-Frankivsk, Ukraine.

Naturhistorisches Museum Wien (Foto Metzner-Nebelsick). | © Carola Metzner-Nebelsick

C. Metzner-Nebelsick/E. Pernicka, Two 8th century BCE gold hoards from Mikhal’kiv, Ukraine, and comparable finds. Their context, composition and results of a laser ablation and QICP-MS analysis. In: K. Grömer A. Krenn-Leeb und M. Binder (Hrsg.), Prähistorisches Gold. Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien 154, 2024, 193-206.

Topographische Karte des Karpatenraums mit einem Punkt der die Lage von Mkhalkiv im NordOsten zeigt.
Lage des Fundorts Mikhal’kiv

(zur Zeit der Entdeckung: Michałków, Galizien, Österreichisch-Ungarische Monarchie)

© Carola Metzner-Nebelsick