Kulturelle Transformation und Resilienzstrategien in der makedonischen Eisenzeit (8.-5. Jh. v. Chr.)

eine Forschungsgrabung in Milci (Gevgelija), Nordmazedonien

Grabungsstelle in Nordmakedonien

Projektleitung:Dr. des. Daniela Heilmann (LMU München); Dr. Mario Gavranović (OeAI Wien); Dr. Aleksandra Papazovska (Archäologisches Museum der Republik Nordmazedonien)
Förderung:Gerda Henkel Stiftung
Fund eines Nadelkopfes aus Bronze

© Daniela Heilmann

Wie reagierten lokale Gemeinschaften auf gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen in der Eisenzeit? Dieser Frage widmet sich ein Forschungsprojekt des Instituts für Vor- und Frühgeschichtliche und Provinzialrömische Archäologie der LMU München in Kooperation mit internationalen Partnerinstitutionen in Österreich (ÖAI Wien) und Nordmazedonien (Archäologisches Museum der Republik Nordmazedonien, Skopje).

Im Mittelpunkt steht die Nekropole von Milci bei Gevgelija in Nordmazedonien, eines der bedeutendsten Gräberfelder der Region. Die Ausgrabungen liefern wertvolle Einblicke in Bestattungsrituale, soziale Strukturen und die Rolle lokaler Eliten zwischen dem 8. und 5. Jahrhundert v. Chr. Zu den wichtigsten Funden zählen reich ausgestattete Gräber mit Schmuck, Keramikgefäßen und Waffen, die Rückschlüsse auf Status, Identität und kulturelle Kontakte der damaligen Bevölkerung ermöglichen.

Besondere Bedeutung kommt der Fundstelle zu, da sie zu den wenigen Orten in Makedonien gehört, an denen sich die sich wandelnde Eisenzeit nachvollziehen lässt. Die Untersuchungen tragen damit wesentlich zum Verständnis von Kontinuität und Wandel in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Transformationen auf dem Balkan bei. Zugleich fördert das Projekt den internationalen wissenschaftlichen Austausch sowie die Ausbildung des archäologischen Nachwuchses im Rahmen gemeinsamer Feldforschungen.