Bhāskararāya's Śrīvidyā at the Tañjāvūr Marāṭhā Court (Ganser)

Maximilian Hoth ist seit Januar 2026 Doktorand der Indologie im Projekt Medieval and Early Modern Courts as Hubs of Textual Migration, einem Teilprojekt des Exzellenzclusterprojekts Cross-Cultural Philology der LMU München.
Den MA Indology (Yoga Studies) erwarb Maximilian 2025 an der Universität Hamburg durch seine Arbeit Suṣuptiviveka - Critical Edition and Annotated Translation of the Second Section of the Mātṛkācakraviveka by Svatantrānanda Nātha and its Commentary, welche sich mit dem Kapitel über den Tiefschlaf in dem mittelalterlichen Śrīvidyātext Mātṛkācakraviveka auseinandersetzt. Zur Aufbereitung des Textes wurden zahlreiche Handschriften aus südindischen Manuskriptbibliotheken sowie Druckversionen des Textes ausgewertet.
Im Jahr 2023 erwarb er den BA Indologie und Japanologie an der Universität Hamburg. Der Fokus seiner Bachelorarbeit namens The Haṭhayogasaṃhitā – The Direct Precursor of the Gheraṇḍasaṃhitā? liegt auf einer vergleichenden Studie zweier sich stark ähnelnder Sanskrittexte, die dem Haṭhayogakorpus zugeordnet werden.
Maximilians Forschungsschwerpunkt liegt auf mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Haṭhayoga- und Tantratexten hinduistischer Traditionen in Sanskrit und Hindi. Damit einhergehend erforscht er in seinem Promotionsprojekt, auf welche Weise der schaffensfreudige Autor Bhāskararāya (ca. 1690-1785) und seine Anhänger durch die Lehre der Śrīvidyātradition am königlichen Hof der Marāṭhās in Tañjāvūr im Süden Indiens unter der Herrschaft Śāhajis I. und Serfojis I. eingebunden waren.
Darüber hinaus spezialisiert sich Maximilian in der Präservierung und Digitalisierung alter und seltener südasiatischer Schriftartefakte.
Ferner hat er mehrere Jahre Sanskrit auf Beginnerníveau im akademischen Kontext unterrichtet.